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Als Biowasserstoff wird der aus oder mittels Biomasse gewonnene Wasserstoff bezeichnet. Nicht als Biowasserstoff wird Wasserstoff bezeichnet, der elektrolytisch mittels elektrischen Strom gewonnen wird, der seinerseits aus Biomasse hergestellt wurde.

Inhaltsverzeichnis

Bearbeiten Herstellung in kleinen Mengen

Für die biologische Wasserstoffgewinnung kommen zur Zeit drei Stoffwechselprozesse zur verbreiteten Anwendung:

Bearbeiten Herstellung in industriellen Größenordnungen

Bearbeiten Vorteile

Bearbeiten Nachteile und Ungeklärtes

Auch die Gewinnung und der Transport von Biomasse erfordert grundsätzlich Energie und belastet die Umwelt. Bei der Energiegewinnung über Photosynthese der Pflanzen und die industrielle Dampfreformierung (Steamreforming) der aus den abgeernteten Pflanzen gewonnenen Biomasse ist für die Erstellung der Umweltbilanz, wie bei jedem anderen Energiekonzept, der entsprechende Aufwand zu kalkulieren und zu berücksichtigen. Dies gilt insbesondere für den für die Dampfreformierung erforderlichen Energieeinsatz.

Dieses Verfahren bringt im Vergleich zu der Energieausbeute anderer Anlagen der Energiegewinnung Solarthermie, Photovoltaik oder Wind- oder Kernkraft pro Fläche weniger Energie ein. Andererseits ist die Nutzung von Biomasse weniger kapitalintensiv und naturnäher.

Die Verwendung von Wasserstoff im Verkehr ist nach Auffassung des Umweltbundesamts wegen der hohen Energieverluste und Kosten der Produktion, der Aufbereitung und des Transportes nicht zu befürworten. Stattdessen sei der akku-elektrische Fahrzeug-Antrieb empfehlenswert, da die Aufladung des Traktions-Akkus mit dem Strom aus der häuslichen (Mini-) KWK-Anlage (z. B. auf Brennstoffzellen-Basis) preiswert und Umwelt-freundlich erfolgen könne.

Bearbeiten Nutzung als Energieträger

Wasserstoff eignet sich wegen der geringen Speicher- und Transport-Verluste gut als (sekundärer) Energieträger. Die wichtigste Quelle für erneuerbare Energie ist die Sonne. Für die Nutzung ist allerdings das grundsätzliche Problem der tages- und jahreszeitlichen Fluktuation zu lösen. Auch hierzu ist die Wasserstoffspeicherung und der Transport von Wasserstoff gut geeignet, da er mit 142 MJ/kg den höchsten massebezogenen Energiegehalt aufweist. Außerdem wird bei der Energiefreisetzung durch eine geregelte Knallgasreaktion in z. B. Brennstoffzellen im Idealfall nur Wasser als Endprodukt frei.

Die meist diskutierte Alternative Technik zur Solarwasserstoffgewinnung ist die Photovoltaik. Hierbei wird durch solar erzeugten Strom Wasser elektrolytisch in molekularen Wasserstoff und Sauerstoff gespalten. Einer großtechnischen Nutzung stehen gegenwärtig die hohen Kosten für die Produktion entsprechender Anlagen im Wege. Die Wasserstoffproduktion durch Vergasung von Biomasse wird voraussichtlich preisgünstiger sein.

Bearbeiten Siehe auch

Bearbeiten Quellen

  1. www.biowasserstoff.de (BioWasserstoff/Perspektive) Inhaber: Universität Köln, Originaltext vom Autor PD Dr. Röbbe Wünschiers zur Verfügung gestellt (Version vom 18. Juli 2007 21:27:32, abgerufen 15. Juli 2008 11:13)

Bearbeiten Literatur

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Autor: Karl-Heinz Tetzlaff Wasserstoff für alle - Wie wir der Öl-, Klima-, und Kostenfalle entkommen 512 Seiten, 135 Abbildungen, 65 Tabellen, 195 Literaturzitate; gebundene Ausgabe

BoD Verlag, Norderstedt, ISBN 978-3-8370-6116-1 (Mai 2008)

Bearbeiten Weblinks


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