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Jesse Helms
Jesse Helms

Jesse Alexander Helms, Jr. (* 18. Oktober 1921 in Monroe, North Carolina; † 4. Juli 2008 in Raleigh, North Carolina) war ein US-amerikanischer Politiker und über einen Zeitraum von 30 Jahren Senator der Republikanischen Partei.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Helms war ein Absolvent der Wake Forest University.

Vom 3. Januar 1973 bis zum 3. Januar 2003 vertrat Helms North Carolina als Senator im US-Kongress und war sowohl in der Landwirtschafts- als auch in der Außenpolitik der USA sehr einflussreich.

Während der 97. bis zur 99. Kongresswahlperiode gehörte er dem Ausschuss für Land- und Forstwirtschaft und Ernährung an. Er konnte seine Wahlkämpfe mit Hilfe großzügiger Spenden der Tabakfirmen finanzieren, die aus seinem Heimatstaat North Carolina stammen. Da Helms aufgrund seiner antihomosexuellen Politik (Ablehnung von Rechten für gleichgeschlechtliche Partnerschaften, Zuschreibung von "unnatürlichen Praktiken" zu denen, die mit HIV infiziert seien) Homophobie vorgeworfen wurde,[1] boykottierten viele Kunden Anfang der 1990er Jahre die ihn unterstützende Tabakfirma Philip Morris (und sein damaliges Tochterunternehmen Kraft – so wurde außerhalb der USA auch die Schokoladenmarke Milka Ziel dieser Aktion), bis die Firma als Reaktion auf die Kritik hohe Spenden an AIDS-Hilfen leistete.

Im Jahr 1987 mobilisierte Helms zusammen mit Bob Dole die Unterstützung der USA für die paramilitärische Organisation Resistência Nacional Moçambicana (RENAMO) in Mosambik. Auf seine Korrespondenz[2] mit Boris Jelzin wird zurückgeführt, dass im Januar 1992 die Magnetband-Aufzeichnungen des Flugdatenspeichers und des Cockpit-Sprachrekorders der 1983 über Kamtschatka von sowjetischen Jagdflugzeugen abgeschossenen Boeing 747 der Korean Airlines der ICAO für Auswertungen zur Verfügung gestellt wurden.[3] Nach Übernahme der republikanischen Mehrheit im Senat 1994 verzögerte er außerdem die Zahlungsverpflichtungen der USA an die UNO, reduzierte den Außendienst in den Konsulaten finanziell und personell sehr stark und neigte zu einer isolationistischen Politik. Von 1995 bis 2001 und noch einmal im Jahr 2001 war er Vorsitzender des United States Senate Committee on Foreign Relations. In dieser Funktion war er auch in der Lage, die Ernennung des offen schwulen James Hormel als US-Botschafter in Luxemburg zu verzögern.

Siehe auch

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Die Presse: „"Senator No": Konservative US-Ikone Jesse Helms gestorben“, 4. Juli 2008
  2. Brief von Senator Helms an Präsident Boris Jelzin vom 10. Dezember 1991 auf rescue007.org (englisch), abgerufen 9. Mai 2008
  3. Auszug aus einem CIA-Bericht auf rescue007.org (PDF) (englisch), abgerufen 9. Mai 2008

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